Ein Unfall, der meinem Leben eine neue Richtung gab. TEIL 3

Nach einer aufreibenden und alles veränderten Nacht komme ich endlich daheim an. Vorsichtig schließe ich die Haustüre auf und schleiche leise die Treppen hinauf. Vor dem Schlafzimmer bleibe ich einen Moment vor meinem körpergroßen Spiegel stehen. Mein Nachthemd hat durch den getragenen Schutzanzug kein Blut abbekommen. Schmerzmittel möchte ich nach Möglichkeit noch nicht einnehmen. Es könnte ja noch schlimmer kommen und dann brauche ich was in petto. Am besten lege ich mich einfach neben meinen Partner. Ist ja alles gut gegangen und nichts schlimmes passiert…

Mein Freund schaltet plötzlich das Licht an und sagt: „Warum kommst du denn nicht ins Bett? Der Einsatz hat aber lange gedauert. Ich habe bis vor 30 Minuten noch auf dich gewartet. Was ist passiert?“ Kleinlaut sage ich nur ein Wort: „Nix.“ Er kneift seine Augen leicht zusammen, setzt sich auf und hat ein großes Fragezeichen im Gesicht stehen: „Aha. Nichts also. Warum kommst du dann nicht ins Bett?“

Der Augenblick der Realisierung:

Schon habe ich wieder diesen Tunnelblick. Ich vergesse alles um mich herum und für einen kleinen Moment wird alles still in mir. Doch es dauert nicht lange, bis ich in Gedanken immer wieder seine letzten Fragen wiederhole: „Was ist passiert? Warum kommst du nicht ins Bett? Ja, was ist eigentlich passiert?“ Ich bekomme gar nicht mit, wie mein Freund aufsteht und zu mir her kommt. Er winkt vor meinem Gesicht. Anscheinend habe ich nicht geantwortet und nur starr durch ihn hindurch geschaut. Erst seine fuchtelnde Hand reisst mich aus dieser Sekundenmeditation. „Hey, was ist denn los mit dir?“

Das war der Augenblick, an dem ich erst realisiert habe, was wirklich passiert ist, und dass ich doch heftige Schmerzen habe. Das „Nix“ war ja schon heftig untertrieben. Aber wie sollte ich das alles erklären?

Die Nacht zieht im Schnelldurchlauf an mir vorbei. Noch immer sage ich kein Wort. Mein Partner will mich gerade in den Arm nehmen, da bricht alles über mich herein. Von Null auf Hundert. Im Bruchteil einer Sekunde schießt mir ein Tränenmeer über die Wangen auf mein Nachthemd und den Boden. Meine Mundwinkel fühlen sich an, als hingen sie bis zur Brust runter. Ich spüre seine Umarmung und einen höllischen Schmerz, der dadurch durch meinen ganzen Körper fährt. „Ah, auaaaaa.“ schluchze ich. Er lässt sofort los und schaut in mein Gesicht, bevor er seine Augen weit aufreißt, erschrocken zurückweicht und schnell tief Luft holt. Mit „Sieht nicht so schlimm aus, du bist immer noch die hübscheste Frau, die ich kenne.“ versucht er mich zu ermuntern. Ein paar Minuten stehe ich einfach nur da und weine.

Es tat so gut zu wissen, in geliebten und geborgenen Händen zu sein. Auf einmal fiel der ganze Druck weg, welchen ich mir selbst auferlegt hatte. Endlich konnte ich Schwäche zeigen. Endlich habe ich mich fallen gelassen. Ich weiß, dass ich sehr stark bin. Doch große Stärke birgt auch den Schatten in sich, meine Schwächen selten einzugestehen und so lang es geht „gute Miene zum bösen Spiel“ zu machen. Das brodelt solange in mir, bis ich schlussendlich zusammenbreche. Das System macht nicht mehr mit und holt sich, was es braucht. In dem Fall: Halt und das Wissen, ich werde bedingungslos geliebt. Dafür danke ich ihm noch heute von Herzen!

Die Nacht war schrecklich. Ich hatte noch nie derartige Schmerzen, aber dieses Starkseinmüssen noch immer so sehr in mir drin, dass ich letztenendes nur eine halbe Schmerztablette eingenommen habe.

Der Morgen danach:

Ich sehe verschwommen und mein linker Arm lässt sich nicht mehr als ein paar Zentimeter nach oben bewegen. Ich brauche deshalb Hilfe von meinen Partner, um mein Nachthemd auszuziehen. Sein geschocktes Gesicht, als er ins Badezimmer kommt, werde ich wohl nie vergessen. Zuerst verstehe ich seine Reaktion nicht, denn heute Nacht hat er mich ja auch schon gesehen. Doch was in den paar Stunden zum Vorschein kam, war so nicht zu erwarten:

Foto 070.jpg
Hier ein Beispielbild, welches EIN PAAR TAGE DANACH aufgenommen wurde.

Weil ich während des Unfalls beschäftigt war, den Riemen des Helmes über meine Brille zu ziehen, hat sich diese um mein Auge eingebohren beim Aufprall. Zum Glück nicht ins Auge! Außerdem wurde meine Schulter von einem Metalltisch getroffen, welcher wegen der Wucht der Kollision aus seiner Verankerung im Fahrzeug gehebelt wurde.

Nicht so nett sind auch die Glassplitter, die mit dem Ausziehen meines Hemdes klirren. Die ganze Nacht lag ich also in Glasscherben, welche nun aus meinen Haaren und überall hervor kommen.

Böse Zungen:

Ausgerechnet heute ist der Geburtstag von meiner Mutter. Zur Feier erscheint die komplette Verwandtschaft plus Freunde. So ist klar, dass dieser Unfall das Gesprächsthema Nummer 1 unter allen 27 Gästen ist. Ich muss mir sogar aus der Reihe meiner eigenen Verwandtschaft Anschuldigungen anhören: „Ich finde das eh eine Sauerei, dass zu so später Stunde noch die Sirene ertönt und ihr dann mit Martinshorn los fahrt. Mein Kind konnte danach fast eine halbe Stunde lang nicht mehr schlafen.“ auch „Selber Schuld, ihr saust ja auch immer wie Irre davon.“ oder „Ihr seid doch eh alle bescheuert.“

Ja, ich bin auf Mitleid und Beleidigung gestoßen. Ein zweischneidiger Moment im Nachhinein. Denn das erste Mal habe ich eine andere Meinung einfach so stehen lassen, ohne mich zu rechtfertigen. Ich war wegen des Lärmes und der Aufregung, die meine Schmerzen nicht gerade besserten dazu gezwungen. Also versuchte ich im Stillen, die Aussagen aus deren Blickwinkel zu verstehen und erfuhr echtes Mitgefühl. Zwischen Mitleid und Mitgefühl ist nämlich ein himmelweiter Unterschied! Bei Mit-leid leide ich regelrecht mit, bei Mit-gefühl fühle ich die Angst, Trauer oder Wut, welche hinter solch (im ersten Moment) UNangebrachten Aussagen steckt. Weder Umgang noch Inhalt dieser Kritiken heiße ich dadurch gut! Nur meine Verteidigung behielt ich für mich: „Ihr wisst den Einsatz erst wertzuschätzen, wenn ihr selbst die Hilfe einer solchen Organisation benötigt. Und dann heißt es wie so oft: Warum hat das so lange gedauert?“

Die Beschwerden sind auch 2 Tage danach noch nicht ansatzweise besser. Der Krankenhausarzt meint bei der Untersuchung dazu: „Da musst du durch, stell dich doch nicht so an.“ Nach weiteren 5 Tagen wende ich mich vertrauensvoll meinem Hausarzt zu, der mir erläutert: „Ich darf die Behandlung nicht weiterführen, du musst wieder „zu deiner Freundin“, ins Krankenhaus.“

Wieder im Krankenhaus:

Vor Ort ist ein netter Arzt, der endlich ein MRT anordnet, mir aber danach lang und breit erklärt: „Das ist Altersverschleiß.“ Ich weiß ehrlich nicht, ob das ein Witz sein soll. Ich lache zumindest überhaupt nicht. Daraufhin erwähnt er noch ganz beiläufig den vorhandenen Rotatorenmanschettenriss. (weshalb ich 6 Wochen krankgeschrieben war) Meine Hände pieksen noch immer, welche deshalb beide geröntgt werden. Diesmal wird sogar ordnungsgemäß nach einer Schwangerschaft gefragt. „Sie haben Restsplitter in beiden Händen. Unglücklicherweise ist nach dieser Zeitspanne schon Haut darüber gewachsen. Wir müssen aufschneiden. Ich hole eine Kollegin, Frauen können mit Nadel und Faden einfach besser umgehen.“ erklärt mir der Arzt und verweist mich auf einen Stuhl vor einem Behandlungszimmer. Ich kann direkt auf den Schreibtisch sehen und entdecke einen Unfallbericht liegen. Sofort erinnere ich mich an das absurde Ausfragen meiner Aufnahme: „War der Unfall nun 22:05Uhr oder 22:10Uhr? Das sollte ich schon ein wenig genauer wissen.“ Sollte ich wieder einen Unfall haben, werde ich die 2 Sekunden bis zum Aufprall auf die Uhr sehen, damit die Dame nach der Berichterstattung ruhig schlafen kann… Nach wenigen Minuten kommt er mit 2 jungen Frauen im Schlepptau vorbei: „Das hier ist das Mädel. Sie ist Feuerwehrfrau und hart im Nehmen. Da braucht ihr keine Betäubung machen.“ Na danke auch…

Im weiteren Verlauf:

Ich bekam Besuch vom Fahrer, der sich zig-mal entschuldigt hat.

Es weiß niemand, wie dieser Unfall mit einem anderen Fahrer ausgegangen wäre oder was uns am Einsatzort erwartet hätte. Ich vertraue darauf, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn wir ihn nicht sofort erkennen. Ich bin unendlich dankbar, dass wir alle schlussendlich mit dem Schrecken davon gekommen sind. Außerdem habe ich keine Ahnung, wo ich heute stehen würde ohne dieses Erlebnis. Dazu gleich mehr.

DANKE, dass DU gefahren bist!

Medizinisch gesehen bin ich wieder vollständig hergestellt.

Zu welchem jetzigen Beschwerdebild der Unfall damals Auslöser war und was wirklich unter „Verschleiß“ oder gar „psychischer Belastbarkeit“ fällt, darüber lässt sich definitiv streiten, was eindeutig nicht mein Bestreben ist.

DANKE an alle, die zur Genesung beigetragen haben (v.a. Physio!) und auch danke an alle, die mich erkennen ließen, dass ich nicht immer höflich sein und meine Klappe halten muss, sowie mein Umdenken und Mitgefühl aufleben haben lassen.

Mein Kommandant hat mich zu einer Sicherheitswache als ersten Einsatz nach dem 7.6.2010 im LF (großes Auto ;-)) mitgenommen.

Ich muss mich anscheinend ganz dolle am Türgriff festgekrallt haben. Ist mir selbst nicht aufgefallen, aber daran lässt sich erkennen, wie stark unser Unterbewusstsein uns steuert.

DANKE für deine Fürsorge gegenüber deiner Mannschaft und mir.

Ich bin nach wie vor Feuerwehrfrau.

Zugegeben, es gab eine kurze Zeit nach dem Unfall, in der ich über den Ausstieg ansatzweise nachgedacht habe. Doch einen Rückzieher aus Angst war für mich noch nie eine Option. In den ersten 2 Einsätzen danach fühlte ich mich ganz seltsam. Bei der Alarmierung blieb der übliche Adrenalineinschuss aus, stattdessen gewannen Bilder, Kopfkino und mein Plappergei die Oberhand. Ganze 2 Einsätze lang. Das ist für „meine Berufung“ doch ein äußerst niedriger Kosten-Nutzen-Faktor.

Freunde haben sich regelmäßig nach mir erkundigt, mich zu Ärzten gefahren, mir Gesellschaft geleistet und geholfen, zu verarbeiten.

In Notsituationen erkennst du deine wahren Freunde heißt es. Das kann ich nur bestätigen. Nicht alle, die mit Worten ihr Mitleid bekunden, fühlen auch mit dir. Ich habe es selbst erlebt, dass hintenrum über mich her- und das Geschehene sowie meine Beschwerden ins Unverständnis gezogen wurde. Danke für diese Lernlektion. Und herzlichst DANKE an all den ehrlichen Beistand.

Meine Psychotherapie habe ich abgebrochen.

Mein Hausarzt meinte, er empfiehlt mir Psychotherapie. Ich hätte plötzlich erfahren, dass ich sterblich bin und das hätte mich aus der Bahn geworfen. Ansatzweise hatte er definitiv Recht! Jeder weiß, dass sein Ende kommt, manchmal sogar schneller als erwartet. Wir sind uns dessen nur nicht bewusst. Oft leben wir nicht mit dem bewussten Wissen darum. Das ist meiner Ansicht nach eine Schutzhaltung und auch teilweise echt notwendig! Stelle dir so eine Welt nur mal vor…

Dieser Psychologe bei dem ich war, wollte typisch ansetzen bei erstmal Tabletten einnehmen, dann Eltern, Kindheit und was uns so alles prägt analysieren. Doch was ich brauchte war schnelle Hilfe, Beistand, echtes tiefes Verständnis, am besten von einem Leidensgenossen. Dazu am Ende mehr.

Ich habe danach gewählt, Reiki zu erlernen und mich auf den Weg der Bewusstwerdung zu begeben.

Diese Wahl war eine der besten und hat seither mein ganzes Leben und vor allem die Betrachtungsweisen verändert. Einige würden sagen, dass es mit mir seitdem bergab ging und eine Katastrophe der nächsten folgte. Doch es kommt immer auf die Sicht an. Lieber verspüre ich Angst, Trauer, Scham, Wut und auch Freude, als am Ende das Gefühl zu haben, gar nicht wirklich gelebt zu haben. Ich würde heute jederzeit wieder diesen achtsamen und wachen Weg wählen!

DANKE an alle Retter, Helfer und Beteiligten, die am Unfalltag ihren Beitrag geleistet haben, sowie in der Zeit danach.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle meinen Eltern und meinem Partner. Wahre Freunde sind schon unendlich kostbar, doch eine liebende Familie toppt nichts.

Mein Anliegen:

  • Bist du in einem Sozialberuf tätig?
  • Neigst du dazu, das Wohl anderer manchmal über dein eigenes zu stellen?
  • Opferst du dich regelrecht für andere auf? Oder hast du das Gefühl, du opferst dich auf?

Lausche des öfteren mal in dich hinein. Und gönne dir zwischendurch etwas nur für dich! Überprüfe immer wieder mal, warum du das machst und was es dir im Ausgleich gibt.

 

  • Bist du Mitglied einer Hilfsorganisation? (Feuerwehr, THW, Rettung usw..)
  • Bist du „blaulichtgeil“? Mal ehrlich. Eigentlich sind das doch 99% der oben genannten Gruppe 😉 Ich schließe mich bekennenderweise ein!

Dann habe ich eine große große Bitte an dich, die mir wirklich am Herzen liegt:

Es gibt die Seelsorger in unseren Einrichtungen nicht ohne Grund. Bitte nutzt diese Anlaufstellen und habt keine falsche Scham. Wir erleben tagtäglich so viel belastendes!

Notfallseelsorge versteht sich als „Erste Hilfe für die Seele“. Sie ist kein therapeutisches Angebot und ersetzt auch derartige Möglichkeiten nicht. Sie ist aber ereignisnah und bietet den betroffenen Menschen Hilfe in einer akuten Krisensituation ihres Lebens.

Es weiß eben nur ein(e) Feuerwehrmann/-frau wie es ist, wenn man nachts mit dem Alarm aus seinen Träumen gerissen wird, wenn man sich fragt „Was kommt da auf mich zu?“ und wenn man von einer Minute auf die andere mit Leid, Unglück und Tod konfrontiert wird.

Bei mir war das schlimmste zu erkennen, dass ich eben nicht diese „jeder kommt vor mir“-Person bin. Mein Selbstbild war davon geprägt, dass ich im Ernstfall erstmal jeden retten werde, bevor ich an mich selbst denke. Dieser Unfall hat mich eines besseren belehrt. Ich bin gar nicht dieser „Edelmann“, der „Edelritter bzw. Edelretter“. Ich bin eine Frau, die in diesem Unfallfahrzeug Todesangst hatte. Und dieses Gefühl war mein oberster Berater. Ich hätte meinen Kameraden zertrampelt und zurückgelassen, damit ich schnellstmöglich aus diesem Wrack komme. Mit genau dieser Wahrheit kam ich schlichtweg nicht zurecht. Genausowenig, wie ich mir nie ernsthafte Gedanken gemacht habe, dass ich tatsächlich mit jedem Einsatz mein eigenes, wertvolles Leben aufs Spiel setze.

Lass dir keine Psychotherapie aufschwätzen, die du nicht brauchst. Wende dich an jemand, der absolutes Verständnis dafür hat. Jemanden, der die Belastung kennt. Alle anderen können sowas nur erahnen, selbst wenn sie diesen Psychologie-Job von der Pike auf erlernt haben.

@@@

Ich danke dir ganz herzlich, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen 3-Teiler zu lesen!

Susanne Ertle

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Hier geht´s zu:

Teil 1 und Teil 2 aus: Ein Unfall, der meinem Leben eine neue Richtung gab.

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Eine weitere Krise hat mich bis aufs Mark erschüttert, über die ich sogar ein Buch schreiben werde. (oder 2, oder 3 ;-)) Ich befinde mich mitten im Schreibprozess und würde mich wirklich „sackrisch“ freuen, wenn du dich als E-Mail-Follower registrierst und so weitere Artikel und auch die Buchveröffentlichung nicht verpasst.

 

 

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8 Gedanken zu “Ein Unfall, der meinem Leben eine neue Richtung gab. TEIL 3

  1. puh, es tut mir echt leid, dass du von familie und anderen personen und den medizinern sowieso derartige gemeinheiten erleben musstest. auch, dass der therapeut, an den du da geraten bist, offensichtlich wenig ahnung hatte, was er da gemacht hat (das geht auch anders). und ich glaube, diese erkenntnis, die du hattest, ist einfach der instinktive selbsterhaltungstrieb. auch wenn es für einen schockierend wirkt bedeutet das vermutlich, dass die urinstinkte funktionieren.

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    1. Sie wussten es nicht besser zu dem Zeitpunkt. Einer davon hat zwischenzeitlich seine Meinung sogar etwas geändert, als es ihn plötzlich persönlich traf… Ich verurteile niemanden mehr. Damals war das noch anders, suchte „schuldige“, warum ich so lange außer Gefecht und schlecht Behandelt wurde. Aber es hat mich auf meinen jetzigen Weg gebracht und dafür bin ich jedem einzelnen dankbar. So verrückt es sich anhört. Danke Paleica, für die Zeit, die du dir zum Lesen nimmst. Es freut mich, dass so viele Menschen Interesse daran haben (über 500 Menschen haben den Beitrag noch nicht mal 16 Stunden nach Veröffentlichung bereits gelesen) und du eine der wenigen bist, die sich einen Kommentar dazu „trauen“ 😉 Ich hoffe, die Botschaft dahinter erreicht viele Feuerwehrkameraden und Kollegen von anderen Institutionen.

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      1. sehr gerne. ich finde es toll, wenn das medium blog von menschen auch heute noch so genützt wird wie in der zeit, als ich damit begonnen habe – um geschichten zu erzählen und persönliches zu teilen.

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  2. Puhh, das ist echt eine heftige Geschichte und ich finde es schön wie es dir gelungen ist das geschehene in Worte zu fassen. Ich stelle mir das ziemlich schwer vor, aber du hast es sehr ehrlich und toll Geschrieben. Ich wünsche dir alles gute.

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  3. Ich habe die Geschichte mit Teil 1 begonnen und war gleich so gefesselt, dass ich alle drei Teile am Stück gelesen habe. Und im Nachhinein bin ich erschüttert, wie mit dir (aber auch dem hyperventilierenden Kollegen ) umgegangen wurde – sowohl als Mensch, als auch als Patientin.

    Ob ich nun in meiner Jugend in Deutschland als Privatpatientin verwöhnt war oder schlicht Glück hatte – sowas habe ich noch nie erlebt. Auch in der Schweiz nicht, wo ich nicht zuletzt meinen Freund einmal am Sonntag Abend in die Notaufnahme begleitet habe.. .

    In jedem Fall zeigt dein Bericht deutlich, wie wichtig Selbstfürsorge ist -ganz besonders, wenn man einem „aufopfernden“ Beruf nachgeht oder einfach in einer Lebenslage ist, in welcher man anderen Hilfe leistet.

    Und schlussendlich war es doch irgendwie beruhigend zu lesen, dass du so eine wunderbare Familie und tolle Freunde hast, die dich in der schweren Zeit unterstützt haben. Irgendwo ist die Welt dann doch nicht endlos ungerecht.

    Liebe Grüsse,
    Kathi

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    1. Herzlichen Dank, liebe Kathi.
      Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Es geht schlichtweg um Selbstfürsorge. Durch meine Ausbildung zur Stress- und Burnoutpräventionsberaterin ist mir im Nachhinein sogar noch viel mehr bewusst geworden und ich konnte noch weitere Zusammenhänge knüpfen. Allerdings würde das alles den Rahmen sprengen. Ich hatte so schon das Gefühl, dass daraus ein Buch hätte werden können *g*

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