Entspannungs-Hypnose

Ist es denn zu glauben? Ich habe tatsächlich bei einer Verlosung eine Entspannungs-Hypnose gewonnen. Ist das etwa dieses „Karma“? Denn normalerweise bin ja ich diejenige, die Menschen empfängt und für das wohltuende Gefühl der Entspannung bei ihnen sorgt. Ich konnte diesen Termin gerade super gut gebrauchen und deshalb war es dann vor 2 Tagen endlich so weit. Ich durfte meinen Gewinn einlösen bei

Mentalcoach Sara Huth in Dietenheim

An der Eingangstüre sehe ich dieses Logo:

hypnose

Es ist so viel mehr. Es birgt so viel Wahrheit und alleine dieser Anblick macht mir Mut und Angst zugleich. Mut, weil Sara mir dazu verhelfen kann, aktiv etwas zu verändern. Angst, eben weil sie in mir etwas verändern kann. Veränderung heißt ja immer, da kommt etwas Neues auf dich zu. Mit alten Gewohnheiten und Problemen haben wir ja lange genug gelernt umzugehen… Was aber, wenn sich tatsächlich von heute auf morgen etwas verändert? Dann stehe ich ja quasi wieder am Anfang. Dann bin ich nicht mehr gefasst auf das, was kommt. An dieser Stelle kam durchaus auch die Frage in mir hoch: Will ich überhaupt eine Veränderung? Wie schnell sagen wir Dinge wie: „Ich will abnehmen“, „Ich will mehr Sport machen“, „Ich will mich gesund ernähren“, „Ich will vergeben“, „Ich will…“. Irgendwie will ich ganz schön viel, wenn der Tag lang ist. Doch wenn ich dann die Möglichkeit dazu habe, wenn wirklich eine Fee vor mir stehen würde und mit einem Schnipp genau das verändern würde, würde ich das dann auch wirklich wirklich wollen? Alles hat 2 Seiten und mit dieser, mit der ich lebe, kann ich ja offensichtlich umgehen. Und warum stelle ich mir all diese Fragen, anstatt einfach mal zu klingeln und zu sehen, was da auf mich zukommt?

Der Eingangsbereich sieht stylisch und stimmig aus. Alles hochwertig und eine wahre Augenweide. Ich fühle mich wohl und doch kommt so ein kleiner Neid hoch, ein leises Gefühl von „ich will auch haben“. Oh menno. Ich werde von Sekunde zu Sekunde froher darüber, gleich in die Entspannungshypnose zu kommen. Vielleicht hält dieses Plappermaul dann da in mir auch endlich mal die Klappe. Mich beschleicht das Gefühl, dass es genau das ist, was eigentlich so anstrengend ist. Meine Gedankenmaschinerie ist ständig aktiv. Als ob mir ein Floh im Ohr sitzt und einfach nicht still sein will. Genau darum liebe ich es, selbst Massagen oder eine andere Anwendung zu geben. Auch, zu meditieren. Denn nur in diesen Augenblicken bin ich wirklich bei mir. Und soll ich ehrlich sein? Nur in genau diesen Augenblicken liebe ich mich wirklich selbst.

Also weiter die Treppe hinunter in das wunderschön hergerichtete Zimmer. Ich sehe Weiß. Sehr viel Weiß. Das ist eine reine, unschuldige Farbe, die alle anderen Farben in sich trägt. Ich nehme einen tiefen Atemzug und spüre diese Fülle, die hier herrscht. Aber auch Emotionen, die sich hier wohl gezeigt und aufgelöst haben. Auch wenn es sich für dich esoterisch liest: Ich habe mich schnell in einen mentalen Schutzmantel geworfen, damit ich nichts davon aufsauge. Das ist nämlich eines meiner Meisterkategorien… Egal ob da wirklich was da ist oder nicht, allein die Vorstellung in meinem beschränkten Menschenhirn sorgt sonst für Unbehagen. Und da ich für das Gegenteil hier bin, nämlich um mich zu entspannen, war das eine schnelle effektive Abhilfe. Gedanken sind so kraftvoll und mächtig und wir unterschätzen das in den meisten Momenten.

Sara klärt mich auf und geht mit mir einen Fragebogen durch, wie sich das eben für „eine Professionelle“ gehört. (Therapeutin, ich meine nicht das andere Milieu). Damit kann meine optimale Entspannungshypnose ausgearbeitet und angepasst werden. Ich lege mich auf den weißen Stuhl. Ergonomisch geformt, sehr bequem. Es dauert ein paar Minuten, bis ich meine Position gefunden habe. Z.B. habe ich mich kurzerhand entschlossen, doch meine Schuhe auszuziehen und mir eine Decke über die Füße zu werfen. Ich soll es ja bequem haben und mich entspannen.

Ich fühle in mich hinein und gebe mein O.K. für den Start meiner Entspannungsreise:

Ich atme tief ein und aus, bewusst. Sobald Bilder und Gedanken auftauchen nehme ich in meiner Vorstellung meinen rechten Zeigefinger und wische diese weg, wie ein Bild auf meinem Smartphone. Meine Augen habe ich geschlossen und ich sehe jetzt schon Lichtkreise. Das ist bei mir ein Zeichen der Entspannung. Ich gehe Körperteil für Körperteil durch, und entspanne mich bewusst. Zuerst meine Füße, meine Beine, mein Gesäß, mein Bauch, meine Brust, meine Arme, Hände, jede einzelne Partie an meinem Kopf. Stirn, Augen, Wangen, Kiefer, alles ist völlig entspannt. Mein Hals braucht nochmal ein klein wenig Aufmerksamkeit und schon ist auch er entspannt. Ich fühle eine leichte aber angenehme Schwere in mir. Ich bin in meinem Körper, habe aber wie eine Art 360-Grad-Rundumsicht von Innen. Und oh verdammt, ich habe plötzlich lange Haare? Was ist denn das? Schnell sage ich meiner Hypnotiseurin bescheid. Sie beruhigt mich. Es ist meine Phantasie und darin ist alles möglich. Dann stelle ich mir vor, wie sich meine Probleme, Sorgen und Gedanken an Situationen in kleine schwarze Teerklumpen verwandeln. Ich scanne meinen Körper von innen ab und lasse alle diese Miststücke in meine Hände fließen. Die meisten sitzen in meinem Kopf – klar, wo auch sonst. Das ist jetzt keine große Überraschung. Alles, was mit meinem Herzschmerz zu tun hatte, Erziehung und auch meine Kritikunfähigkeit schwebt regelrecht in meine Handinnenflächen. Ein Klumpen will einfach nicht, ich zerre und ziehe daran und will ihn bewegen, doch der tut einfach keinen Ruckler. Das Thema ist dann wohl ein andermal dran oder vielleicht brauche ich es noch für irgendetwas. Ich konzentriere mich wieder auf die anderen Klumpen. Mein ganzer Körper fühlt sich jetzt hell und leicht an. Nur meine Hände sind pechschwarz und schwer wie Beton. Ich drehe sie um und lasse all das darin Gesammelte einfach herausbröckeln. Ich schüttele noch ab und fühle mich grandios.

Doch das sollte erst der Anfang sein…

Sara möchte, dass ich mir einen Ort vorstelle, an dem ich so richtig gut entspannen kann, an dem ich mich wohl fühle und Energie tanken kann. Und schon stehe ich mitten auf einem weißen Sandstrand. Eine traumhafte Kulisse, wie ich sie noch nie zuvor in meinem Leben gesehen habe. Kristallklares, türkisenes Meerwasser, viel grüne Vegetation um mich herum und ein paar große Steine auf dem Sand. Ich bewege meine Zehen und stelle mir vor, wie der warme Sand, der die genau richtige Temperatur hat, durch meine Zehen rieselt. Ich schau an mir herunter und sehe meine Füße, meine Beine. Das scheine nicht ich selbst zu sein, denn was ich da sehe, sind anmutige, zierliche, frisch rasierte, streichelzarte und überwältigend schöne Beine. Das hat nichts mit meinen reellen Krautstampfern zu tun. Doch die Stimme im Hintergrund lässt mich wieder wissen, dass das meine Phantasie ist, in der alles möglich sein kann. Vielleicht fühle mich so leicht, weil ich in meiner Phantasie leicht bin? Ich lasse mich darauf ein. Ein leises Grinsen formt meine Lippen. Ich glaube, ich bin nackt. Aber macht ja nix. Sieht mich ja keiner 😉 Sara fragt mich, ob ich etwas rieche. Es platz aus mir heraus: „Jaaaa, Pina Colada!“ Und schon spaziert ein Typ vorbei und bietet mir an, aus seiner Kokosnuss zu trinken. Ich nehme den Strohhalm und schlürfe ein wenig. Es ist tatsächlich Pina Colada. Dieses Schlitzohr hat aber vermutlich den Alkohol weggelassen, denn das Gesöff ist mir viel zu trocken. Ich kann es fast nicht schlucken. Er gießt eine klare Flüssigkeit nach und mich beschleicht das Gefühl, dass das kein „Klarer“, also Schnaps ist, sondern eher frisches reines Wasser. Egal was, jetzt fließt es durch mich hindurch. Die Flüssigkeit soll für Optimismus stehen und ich schlürfe und trinke und saufe. Die Stimme im Hintergrund bittet mich, dies an eine Stelle in meinem Körper fließen zu lassen, wo es sich sammeln kann. Und schon habe ich meine Stelle:

Der Optimismus ist bei mir eindeutig FÜR DEN ARSCH!

Und plötzlich spüre ich, wie mein Hinterteil wächst und größer wird und sich prallsaugt. Naaaaa toll. Jetzt ist meine super Figur auch schon wieder dahin. Ich bekomme einen Lachflash mitten in meiner Hypnosesitzung. Die Stimme im Hintergrund korrigiert mir das freundlicherweise wieder. Dann lege ich mich in den Sand und spüre, wie die Sonnenstrahlen auf meine Haut knistern. Wohlig und angenehm warm. Ich tanke Selbstwertgefühl und meine komplette rechte Seite wird warm. Richtig warm. Hals, Knie und vor allem mein rechtes Handgelenk fängt zum Kribbeln an und es fühlt sich an, als ob in dem Gelenk eine eigene kleine Sonne beginnt zu existieren. Ich genieße. Gefühlte Minuten und Stunden und schon schickt mich Sara´s Stimme ins Wasser. Am Horizont schippert ein uralter Fischkutter vorbei. Vielleicht fängt der mir ja gerade einen grätenfreien Fisch zum Essen. Ich denke schon wieder ans Essen… Wah. Schnell meine Gedanken wieder abstellen und mich auf das Wasser konzentrieren. Ich stehe da und mir wird bewusst, dass dieses Wasser Energie ist. Ich kann davon in mich aufnehmen, so viel ich möchte und brauche. Es ist ja „meer“ als genug da.

Also springe ich und tauche in das Meerwasser ein und nehme Energie und mehr Energie auf. Ich kann unter Wasser atmen und sehe, wie die Sonnenstrahlen durch das Wasser scheinen und hindurchbrechen. Von links schwimmt mich ein Delfin an. Wir tollen und spielen und schwimmen gemeinsam.

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Dieses Bild entstand 2/2016 in Ägypten beim Schwimmen mit freilebenden Delfinen. Ein tolles Erlebnis, in das ich mit der Hypnose wieder ein Stück weit eingetaucht bin.

Eine Rolle hier, ein Wettschwimmen da, Streicheleinheiten dort, ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr in meinem Leben. Einfach nur bei und mit mir. Liebevoll, spielerisch, voll zufrieden. Ich genieße dieses Gefühl genau so lange, bis mich Sara im Hintergrund aus diesem wundervollen Urlaub holt. Sanft, aber dennoch hätte ich hier durchaus noch länger meine Zeit verbringen können. Dieser Traum von einem Traum schließt sich wie eine Blende von einer Kamera. Und schließlich bin ich wieder im Hier und Jetzt.

_________________

Liebe Sara, ich danke dir von ganzem Herzen für dieses tolle Erlebnis. Ich habe noch viel mehr daraus mitnehmen können für mich, als ich es hier darstellen kann und möchte. Und ich werde mit absoluter Sicherheit wieder zu einer Reise zu dir kommen. Du gibst den Menschen auf eine erfrischende, ehrliche und sehr freundliche Art Entspannung und deshalb empfinde ich dich nicht als Konkurrentin, sondern als unschätzbar wertvolle Kollegin. Ich wünsche dir das Beste und ganz viele so liebe Kunden wie mich 😉

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2 Gedanken zu “Entspannungs-Hypnose

  1. Du hast eine sehr erfrischende Art und Weise zu schreiben. Ich mag deinen Stil sehr und freue mich schon auf „meer“
    Ich denke, so eine Sitzung hätte ich auch nötig.^^
    Liebe Grüße
    Dora

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