Entscheidungen

Täglich musst du unzählige Entscheidungen treffen. Ob freiwillig, bewusst, unbewusst, gezwungen…

Kommen sie von Herzen? Nach welchen Kriterien gehst du vor? Wird es die richtige sein?

Besonders wenn dir etwas elementar wichtig ist, fällt es oft sau schwer. -> Mir zumindest.

Glaubst du dann meistens alles korrekt gemacht zu machen oder zweifelst du daran? Wer entscheidet, was richtig oder falsch zu sein hat?

Bist du für Schwarz oder Weiß oder bewegst du dich gelegentlich sogar in einer Grauzone? Ist die Grauzone etwas Schlechtes?

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Vor genau einer Woche:

Ich stehe vor der Entscheidung, ob ich mich für ein Treffen mit einem hochkarätigen Verleger anmelde, welches auf einem Festival in Freudenstadt angboten wird. Freudenstadt. Da fängts schon an… Ich habe keine gute Assoziationen zu diesem Ort. Das Leben kann verdammt ironisch sein. An diesem Ort wohnt eine Figur aus meinem Entwicklungsroman. Eine, die real für viel Leid in mir sorgte. Und nun soll ich genau da hin? Außerdem nehme ich zwar gerade an dem Kurs „Schreibglück“ teil, jedoch sehe ich mich selbst noch mindestens eine ganze Ecke davon entfernt, meine Buchidee vorzustellen. Ich bin nicht gut im Verkaufen. Schon gar nicht, wenn ich mich selbst verkaufen muss. Und dann habe ich nicht mal ein bereits begonnenes Exposé. Warum also sollte ich das machen? Nun ja, weil ich es will! Ich will einfach nur die Chance nutzen, diesen Mann persönlich erleben zu dürfen und ihm mein Buch „WI(e)DERSINN einer Liebe – Schmusekatze vs. Löwenmama“ vorstellen.

Also etwas dafür tun, was ich möchte, oder meinem kleinen Saboteur nachgeben der mir einreden will, dass ich zu klein, zu schlecht, zu wenig wichtig, zu wenig talentiert bin?

Logisch! Ich melde mich dort mal an. Lassen wir das Schicksal entscheiden, ob noch ein Platz frei ist.

Die Tage vergehen… Ich beginne mit dem Anschreiben und einer Inhaltsangabe meines künftigen literarischen Werkes. Allerdings habe ich nur 3 Tage vor dem Begin des Festivals noch immer keine Rückmeldung bekommen. So viele Entscheidungen muss ich genau jetzt treffen:

Lege ich heute wieder eine Nachtschicht ein und schlafe so gut wie nicht, damit ich weiter an meinem Manuskript arbeiten kann? Falls es klappt, an welchem Tag wird es sein und sind dann schon alle Eintrittskarten vergriffen? Passt mein Titelvorschlag jetzt so oder fühlt sich darin noch irgendetwas unstimmig an? Soll ich Stichpunkte aufführen oder einen ausführlichen Text? Will ich mich auf die Liebesgeschichte konzentrieren oder das Thema Entscheidungen, welches dahinter steht? Oder beziehe ich mich ausschließlich auf die Sinnfrage, die sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen wird? Können mehrere rote Fäden in einem Buch existieren? Auf welchen soll ich mich festlegen? Was kann ich dem Verlag für Kompetenzen bieten? Rufe ich jetzt direkt mal dort an und frage nach ob es klappt? Ich möchte nicht aufdringlich erscheinen. Sicher haben sie genug Arbeit auch ohne lästige Zwischenfragen. Wenn ich nicht anrufe, wie lange will ich noch warten?

Ich habe es getan. Ich bin in die Eigenverantwortung gegangen! Und in 2 Tagen einen 15-Minuten-Termin, besser gesagt ein Speeddating mit einem bemerkenswerten Mann, ergattert. Ich verspreche mir davon keinen Vertrag. Doch er hat sicher ein unschätzbar wertvolles Feedback und Tipps für mich. An meinem Exposé komme ich nicht vorwärts. Soll ich als Verkaufssatz „Wellness für die Familienseele“ oder „Wellness für das Herz“ schreiben? Wie gut, dass ich ein Buch über Entscheidungen herausbringen möchte… 😉 Ich bin so sehr in der Thematik versunken, dass ich das Gefühl habe, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Mit nichts in der Hand aufzukreuzen geht ja mal gar nicht, doch ich kann auch nicht etwas halb fertiges abgeben. Ich bin einfach nur noch müde und möchte viel lieber schlafen. Schlafen oder Durchbeissen? Mir fällt gerade ein, ich habe anfangs etwas von einer Grauzone geschrieben… Vielleicht gibt es ja eine Zwischenlösung? Etwas von beidem? Eine in sich stimmige Kurzzusammenfassung als Feedbackvorlage und bei Interesse folgt das ausführliche Exposé? Hm… Immer diese Entscheidungen…

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Links oder Rechts?

Schwarz oder Weiß?

Sinn oder Unsinn?

Aufraffen oder Stehenbleiben?

Blogbeitrag allgemein halten oder von meinem Leben was erzählen?

Schmusekatze oder Löwenmama?

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Entscheidungen sind dazu da, um getroffen zu werden. Wenn du eine Enscheidung fällen musst, so bedeutet das ja, dass du die Wahl hast. Das ist doch etwas Gutes! Warum fällt es uns um Himmes Willen nur so schwer?

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Das wird vor allem in meinem Buch deutlich.

Hey, dann sollte ich das ja unbedingt einfließen lassen! Siehst du, die Entscheidung, diesen Blog hier zu schreiben war genau richtig. Da wäre ich sonst nicht drauf gekommen. Ich danke dir ganz herzlich! (ohne dich als LeserIn – kein Blog)

Also sind doch irgendwie alle unsere Entscheidungen am Ende richtig? Sie bringen uns weiter. Sie sorgen dafür, dass wir in unserer Person wachsen können. Auch wenn wir im ersten Augenblick das oft nicht erkennen. Keiner von uns. Du nicht und ich auch nicht wären heute genau der Mensch, der wir sind, ohne jede kleine Entscheidung.

Alles darf, nichts muss. Meistens jedenfalls. Das andere ist dann diese ominöse Grauzone. Soll ich dir was verraten? Irgendwie stehe ich auf diese Grauzone.

Denn ich bin:

  • weder vollkommen gut noch abgrundtief böse
  • weder eine Supermama noch eine schlechte Mama
  • ein bischen Engel bei dem der Teufel im Detail steckt
  • harmoniebedürftig und dennoch schnell auf die Palme zu bringen
  • medizinische Fachangestellte und Reikimeisterin
  • deshalb auch ziemlich bodenständig, aber dennoch für Alternativen offen
  • empathisch und trotzdem manchmal stumpfsinnig
  • unglaublich stark und manchmal auch so schwach
  • so viel von allem!

 

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Finde und gehe DEINEN Weg und mache ihn zum Richtigen

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Jetzt bist du dran:

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Ignorieren?

Oder Beitrag nutzen und auf dein ganz persönliches Leben reflektieren?

Treffe eine Entscheidung!

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